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Dänemarks Nationalflagge

   

Die Nationalflagge Dänemarks – ein liegendes, weißes Kreuz, das sich durchgehend über ein rechteckiges rotes Feld erstreckt – ist der Dannebrog, was so viel bedeutet wie ”Fahne der Danen (=Dänen)” oder ”rote Fahne”.

Der Name taucht erstmals 1478 in einem dänischen Text, und noch früher in einem niederländischen Text auf: in einem niederländischen Wappenbuch von 1370-1386 ist eine rote Fahne mit weißem Kreuz am Wappen des dänischen Königs Valdemar IV. Atterdag zu sehen.

Der Dannebrog fiel einer vermutlich um 1500 entstandenen Legende zufolge während einer Schlacht im Jahre 1219 bei Lyndaniz in Estland vom Himmel und verhalf den Dänen zum Sieg über die Wenden.

In einem Lied aus dem 15. Jahrhundert wird das Kreuzesbanner mit dem römischen Kaiser Konstantin in Verbindung gebracht, der im Jahre 312 vor der Schlacht, deren Sieg ihn zum Alleinherrscher des Römischen Reiches machte und ihn der Überlieferung zufolge zum Christentum bekehrte, von einem Kreuz geträumt hatte. Diese Kreuzesvision ist der Prototyp der Wunder von Kreuzen, die vom Himmel fallen und mit Schlachten zwischen Christen und Heiden in Verbindung gebracht wurden.

1696 wurden die Proportionen des Dannebrog festgelegt, die im Prinzip heute immer noch gelten. Als Spitzflagge ist der Dannebrog generell dem dänischen Königshaus und dem Staat vorbehalten, während im sonstigen öffentlichen und privaten Bereich die rechteckige Flagge verwendet wird.

1833 wurde Privatpersonen das Flaggen verboten, 1854 aber wurde dieses Verbot wieder aufgehoben. In den Jahren nationaler Begeisterung, 1848-1850, war das Heißen des Dannebrog in der Bevölkerung weit verbreitet. Auch heute noch hissen die Dänen die Flagge bei festlichen familiären und offiziellen Anlässen sowie vor ihren Häusern und in den Schrebergärten, und schmücken den Weihnachtsbaum mit kleinen Dannebrog-Fähnchen.

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