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Kronprinzessin Mary
Im Jahr 2000 kam es zu einem bedeutungsvollen Ereignis im Leben des dänischen Kronprinzen Frederik. Während eines Besuches in Sydney anlässlich der Olympischen Spiele begegnet er Mary Elizabeth Donaldson. |
Ihre Königliche Hoheit Kronprinzessin Mary, Gemahlin des dänischen Thronfolgers, hat mit Wirkung vom 22. Juni 2005 die Schirmherrschaft über das Dänische Kulturinstitut (Det Danske Kulturinstitut) übernommen. |
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Kronprinzessin Mary, am 5. Februar 1972 als Mary Elizabeth Donaldson und jüngste von vier Geschwistern geboren, wuchs in Tasmanien auf. Ihr Vater ist John Donaldson, Professor für Mathematik. Die Mutter, Henriette Donaldson, starb 1997, und John Donaldson ist jetzt mit der Kriminalroman-Schriftstellerin Susan Moody verheiratet.
Mary studierte am Hobart College und an der University of Tasmania, und schloss ihr Studium mit dem Bachelor-Grad in Jura und Wirtschaftswissenschaften ab. Sie war in mehreren Unternehmen tätig, u.a. im Immobilienkonzern Belle Property. Die Bekanntschaft zwischen dem dänischen Kronprinzen und der attraktiven, stilvoll auftretenden und gut ausgebildeten Mary Donaldson entwickelte sich langsam, aber im Sommer 2002 zog Mary Donaldson nach Kopenhagen um, wo sie bei dem IT-Giganten Navision/Microsoft in Vedbæk als Projektberaterin angestellt wurde.
Dann schwirrten Gerüchte einer Verlobung, und 2003, drei Jahre nach ihrer ersten Begegnung, war es ganz sicher. Im Staatsrat gab die Königin ihre offizielle Zustimmung – und die der Regierung –, zur Eheschließung zwischen Kronprinz Frederik und Fräulein Mary Elizabeth Donaldson. Eine Allianz, die von den Dänen begeistert aufgenommen wurde.
Nach der Verlobung begann Mary Donaldson sich darauf vor, Dänin zu werden, u.a. mit einem Intensivkurs, um Dänisch zu lernen. Durch die Hochzeit am 14. Mai 2004 erhielt Kronprinzessin Mary die dänische Staatsangehörigkeit.
Die dänische Kronprinzessin zeigt sich als starke Frau. „Es war nicht so, dass ich sofort gewusst hätte, das ist der Mann für’s ganze Lebenn. – Doch wir begannen zu reden und hörten nicht mehr auf.“ So hat sie einmal das erste Treffen mit dem dänischen Kronprinzen Frederik am 16. September 2000 in einer Bar in Sydney geschildert. – Der Der Kronprinz hatte nie einen Hehl daraus gemacht, dass er vor der Wahl seiner Gemahlin, der künftigen Königin von Dänemark, sich gründlich umsehen und überlegen wolle. Und er wollte dabei „sein Herz entscheiden lassen“.
Es dauerte lange, bis die Dänen erfuhren, dass Frederik eine Frau gefunden hatte, mit der es ihm ernst war. Da war Mary schon nach Paris gezogen, verbrachte aber, unerkannt, viel Zeit in Kopenhagen.
Die dänische Bevölkerung schloss die dunkelhaarige Australierin vom ersten Foto an ins Herz. Mary strömte eine Sympathiewelle entgegen, von der sie fast überwältigt wurde. Lange hielt sie Distanz. Ein freundliches, aber angespanntes Lächeln, ein kurzes Winken, ein paar Gemeinplätze, erst auf Englisch, später in Dänisch. Erst kurz vor der Hochzeit kehrte sie den Menschen Mary Donaldson hervor.
In einem Interview mit der dänischen Tageszeitung Politiken bekannte sie, dass sie sich ihr neues Leben als Kronprinzessin schwer vorstellen konnte: "Ich komme aus einer Durchschnittsfamilie, habe eine gute Ausbildung, bin stolz auf das, was ich bisher im Leben geleistet habe“ – umriss sie ihre Startposition. „In erster Linie will ich Frederik eine starke Partnerin sein und eine starke Familie aufbauen." Kronprinzessin Mary teilt mit ihrem Gemahl Frederik viele Interessen, auch an Sport, u.a. für das Segeln.
Sie hätte um die Beziehung zu Frederik gekämpft, wäre ihre erste Begegnung mit Dänemarks Königin Margrethe II., von deren Zustimmung die Ehe abhing, ungünstig verlaufen. Nötig war das nicht. Laut Medienberichten gefiel Margrethe die künftige Schwiegertochter.
Die Monarchie werde sich verändern müssen, davon ist Kronprinzessin Mary überzeugt: "Wie jedes andere Unternehmen in einer von Wettbewerb geprägten Welt muss auch das Königtum eine Überlebensstrategie entwickeln.“
Nahezu alle dänischen Königinnen stammten aus dem Ausland, und die besten von ihnen hatten nicht nur großen Einfluss darauf, die Monarchie zu repräsentieren, sondern waren auch Kulturvermittler. Durch sie fanden neue internationale Strömungen den Weg nach Dänemark. |
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Kronprinz Frederik und Mary wurden am 14. Mai 2004 unter begeisterter Anteilnahme der dänischen Bevölkerung und internationalem Medieninteresse im Kopenhagener Dom von Bischof Erik Norman Svendsen getraut. |
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Am 15. Oktober 2005
brachte Kronprinzessin Mary einen Sohn zur Welt, Dänemarks zukünftigen
Thronfolger.
Wie das Königshaus mitteilte, war der Junge
gesund und kurz vor zwei Uhr Ortszeit am Samstag im Kopenhagener
Rigshospital geboren worden. Die 33-jährige Mutter und das Kind wohlauf. Wie der
Hof weiter mitteilte, wog der neugeborene Prinz bei der Geburt 3500 Gramm
und maß 51 Zentimeter.
Nach der zehnstündigen
Geburt erklärte der Kronprinz Frederik Reportern im Krankenhaus: „Es war
ein unbeschreibliches Gefühl für mich und meine Frau. Es geht ihr gut. Meine
Frau war sehr tapfer.” Er sei bei der Geburt dabei gewesen und – so fügte er
hinzu – „Ich glaube, ich war eine große Hilfe, wenn ich das so sagen darf.“
Auf öffentlichen Gebäuden im ganzen Land wehten Flaggen zu Ehren des
königlichen Nachwuchses. „Die Geburt des Prinzen ist ein freudiges Ereignis
für ganz Dänemark”, erklärte der dänische Ministerpräsident Anders Fogh
Rasmussen. Es
wird damit gerechnet, dass das dänische Kronprinzenpaar seinem Sohn eine
moderne Erziehung angedeihen lassen. So hat es erklärt, seine Kinder selbst
betreuen und nicht Erziehern überlassen zu wollen.
Hinter seinem Vater,
Kronprinz Frederik, wird der Junge an zweiter Stelle der Thronfolge stehen. |
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