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![]() Die Gísla Saga Súrssonar gehört zu den so genannten „Isländersagas“ – Prosa-Erzählungen, die zwischen 1200 und 1350 anonym verfasst wurden, deren Handlung aber bis zurück in die Wikingerzeit reicht. Diese Sagas erzählen von zeitgenössischen Ereignissen, meist aus der Zeit der Besiedlung Islands. Im Mittelpunkt stehen Männern und Frauen aus der Oberschicht des neu besiedelten Islands zwischen 970 und 1030, meist Nachkommen der ersten Siedler auf Island. Oft thematisieren die Sagas Konflikte mit dramatischem, ja tragischem Ausgang, und erzählen von Streitigkeiten um Land, von Rechtsbrüchen und Rechtsschlichtung, Gesetz und Ordnungsvorstellungen, von Ächtung und Verbannung und von Fehden um Land, Familienehre und Frauen. Der Stil der Sagas ist sachlich, beinahe naturalistisch, in der Darstellung psychologisch differenziert, und mit einem feinen Gespür für Persönlichkeit, Charakter und Motivation der Protagonisten. |
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Donnerstag, 22. Januar 2009, 19.00 Uhr „Outlaws des Nordens“ – Geächtete in der isländischen Sagaliteratur
Unter diesem Motto laden das Dänische Kulturinstitut und die Abteilung für Skandinavistik der Universität Bonn zu einem Themenabend.
Wer kennt nicht Robin Hood, Gegenspieler des Sheriffs von Nottingham und wohl prominentester Outlaw des Mittelalters, aber gab es noch viele andere Geächtete – so auch in der Welt der altnordischen Sagas. Vor allem der Isländer Gísli, Titelheld der Gísla Saga, verkörpert diesen Typ des isländischen „lonesome hero“. Die Saga von Gísli ist die Geschichte eines blutigen Familienkonflikts, in dessen Verlauf der Protagonist geächtet wird und in der Verbannung leben muss, bis ihn schließlich die Rächer finden...
Die Gísla Saga Súrssonar gehört zu den so genannten „Isländersagas“ – Prosa-Erzählungen, die zwischen 1200 und 1350 anonym verfasst wurden, deren Handlung aber bis zurück in die Wikingerzeit reicht. Die Geschichte von Gísli, deren Dramatik in einem anscheinend unentrinnbaren Schicksal des Protagonisten liegt, zählt zu den großen tragischen Werken der altnordischen Literatur und gleichzeitig zu den Höhepunkten der europäischen Erzählkunst des Mittelalters.
Nach einer Einführung von Rudolf Simek in die isländische Sagaliteratur wird Thomas Fechner-Smarsly aus der Gísla Saga lesen. Abschließend Vorführung des Spielfilms „Útlaginn“ (Der Geächtete), gedreht 1981 auf Island an Originalschauplätzen der Gísla Saga. (Regie: Ágúst Guðmundsson, 108 Min., Orig. mit engl. Untertiteln) |
Bonn
Eintritt frei |
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![]() Foto: Gyldendals Bildarchiv Peter Seeberg (1925-1999) wuchs in einem strenggläubigen Elternhaus im deutsch-dänischen Grenzland auf. Nach dem Abitur 1943 ging er für ein halbes Jahr nach Berlin, wo er in den UFA-Filmstudios als Kulissenschieber arbeitete. Seine Hoffnung, dort in Kontakt mit der Wirklichkeit zu kommen, wurde jedoch enttäuscht. Er verarbeitete das Erlebte in seinem Debütroman „Die Nebenpersonen“ (1956), der jetzt zum ersten Mal in deutscher Sprache erscheint. |
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Buchpräsentation und Lesung mit dem Verleger und Übersetzer Roland Hoffmann.
Am 8. Januar jährt sich zum zehnten Mal der Todestag des großartigen dänischen Erzählers und Romautors Peter Seeberg (1925-1999), dessen Werk in Deutschland bislang relativ unbekannt ist. In seiner Heimat Dänemark ist er längst ein moderner Klassiker. Er wurde mit einer Vielzahl von Preisen ausgezeichnet, u. a. 1983 mit dem Literaturpreis des Nordischen Rates für den Erzählband „In vierzehn Tagen“.
Eine Möglichkeit, Peter Seebergs Werk kennen zulernen, ist die Präsentation seines Debütromans „Die Nebenpersonen“, der kürzlich in deutscher Übersetzung im Münchener litteraturverlag roland hoffmann erschienen ist.
Die Handlung des Romans spielt im November 1943 in einem Filmstudio vor den Toren Berlins. Eine Gruppe von Zwangsarbeitern lebt mitten im Krieg in der Kulissenstadt, in der die Nazis Propaganda- und Durchhalte-Filme drehen. Dass diese künstlich angelegte Welt voller Illusionen selbst dann nicht zu Schaden kommt, als halb Berlin unter Bombenhagel liegt, mutet geradezu absurd an. Seeberg interessierte sich sehr für Philosophie, und in seinen schriftstellerischen Arbeiten greift er immer wieder die Themen Existenz, Identität und Wirklichkeit auf. Von 1960 bis 1993 war Peter Seeberg Leiter des Stiftsmuseums von Viborg und nahm an mehreren Expeditionen und Ausgrabungen teil. Seine Museumstätigkeit ging dabei Hand in Hand mit seinem schriftstellerischen Schaffen. Ab den 1970er Jahren schrieb Peter Seeberg fast ausschließlich Novellen, in denen er das alltägliche Leben anhand kleiner, aber typischer Situationen sprachlich genau und hintergründig schildert. Seine Erzählbände sind mosaikartig angelegt – die Wirklichkeit erschließt sich dem Leser erst durch Aneinanderfügen der einzelnen Textstücke. |
Bonn
Eintritt frei
Weiterer Termin8. Januar 2009 19.00 Uhr BerlinFelleshus der Nordischen Botschaften Rauchstraße 1 10787 Berlin
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Michel Birbæk: Nele & Paul Roman Lübbe Verlag, Bergisch Gladbach 2009 Originalausgabe 397 S., geb. 16,95 Euro ISBN 978-3-7857-2350-0 Erscheint auch als Hörbuch bei Lübbe Audio.
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Donnerstag, 19. März 2009, 19.30 Uhr
Literaturabend im Kulturinstitut:
Buchpräsentation und Lesung mit dem dänischen Autor Michel Birbæk
Michel Birbæk stellt seinen neuen Roman Nele & Paul vor, der soeben im Gustav Lübbe Verlag erschienen ist. Nele und Paul lieben sich. Schon immer. Zusammen aufgewachsen und alles zusammen entdeckt: das Dorf, das Leben, die Liebe. Für Paul könnte es immer so weitergehen, doch irgendwann will Nele mehr. Raus aus dem ländlichen Mief, in die große weite Welt. Paul muss sich entscheiden – und bleibt auf dem Dorf bei seiner behinderten Mutter.
Neun Jahre später ist Nele plötzlich wieder da, der Traum von der großen Karriere geplatzt. Sie will nur ein paar Tage bleiben, um ihr Elternhaus aufzulösen und dann irgendwo neu anzufangen. Doch Paul hat seine Lektion gelernt. Ein zweites Mal wird er seine große Liebe nicht gehen lassen. Aber Nele ist nicht mehr das Mädchen von damals. Irgendetwas hat sie verändert.
Paul würde alles geben, um sie wieder glücklich zu sehen. Doch vielleicht ist nicht einmal seine Liebe groß genug, um sie zu retten.
Michel Birbæk, geboren in Kopenhagen, lebt in Köln. Er hat drei Romane veröffentlicht, „Wenn das Leben ein Strand ist, sind Frauen das Mehr“, „Was mich fertig macht, ist nicht das Leben, sondern die Tage dazwischen“ und „Beziehungswaise“, mit denen er Leser und Kritiker gleichermaßen begeistern konnte. Über „Beziehungswaise“ schrieb der Stern: »Sein Roman hat genau das, woran es den anderen oft fehlt: Charme, Humor, Niveau und Tiefgang.«. Ähnlich enthusiastisch das Lob von TV Movie: So muss ein moderner Liebesroman geschrieben sein!« |
Bonn
In Zusammenarbeit mit dem Lübbe Verlag
Eintritt frei |
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Montag,
12. Oktober 2009,
20.00 Uhr
Der Albtraum einer Frau. Ein dämonischer
Psychothriller. Der erste Fall für Carl Mørck vom Sonderdezernat Q in
Kopenhagen.
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Marburg TTZ Technologie- und Tagungszentrum Softwarecenter 3 35037 Marburg Eintritt: 7,- €/9,- € Eine Veranstaltung im Rahmen des Marburger Krimifestival 1. - 22. Oktober 2009
Vorverkauf: |
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Weitere Termine: 4. November Universität Köln, Institut für Skandinavistik
6. November Universität Bonn, Abteilung für Skandinavistk
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Donnerstag, 5. November 2009, 19.30 Uhr
Literaturabend im Kulturinstitut Zu Gast: die dänische Schrifstellerin KIRSTEN HAMMANN
Kirsten Hammann, geb. 1965 in Risskov bei Aarhus/Dänemark, lebt und arbeitet
in Kopenhagen. Ihre Arbeitsgebiete sind Gedichte, Erzählungen und Romane.
Sie besuchte die dänische Autorenschule (1989-1991) und debütierte 1992 mit
der Gedichtsammlung ”Mellem tænderne” (Zwischen den Zähnen).
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Bonn
Eintritt frei
In Zusammenarbeit mit der Abteilung für Skandinavistk der Universität Bonn und dem Institut für Skandinavistik der Universität Köln.
Mit
freundlicher Unterstützung
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Auszug aus
"Vera Winkelvir" LESEPROBE
18. Juni: Vera
winkelvir. Sie ist da, wenn sie spricht. Sie ist nicht da, wenn sie nicht
spricht. spricht. Das heißt nicht, daß sie tot ist, es ist ein wenig
schlimmer als der Tod. Das heißt, daß sie unerfunden ist. Daß jemand sie
erfunden hat und für ihr Schweigen bestraft, indem er sie ungeschehen macht,
bis sie wieder spricht.
Vera winkelvir. Man
sagt von ihr, sie gleiche den Dingen, mit denen sie sich umgibt. Vera winkelvir. Sie ist da, wenn sie spricht. Auch wenn sie lügt. Es sind alles nur Worte. Vera hat keine Ahnung, wovon sie redet, aber das ist besser als nichts. Sie kann sagen, wie sie heißt, und sie kann ihre Sachen aus der Tasche schütten. Das vera-winkelvirkliche, wie es ihr doch gleicht: Ihre gelben Seifenbehälter aus Plastik und ihre baltischen Lockenwickler, die sich überhaupt nicht eignen, ins Haar gewickelt zu werden. Man kriegt sie nie wieder raus. |
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Ulrikka S. Gernes Foto: Sven Møller Rasmussen
Ulrikka S. Gernes Wo Schmetterlinge überwintern können – Gedichte Aus dem Dänischen von Hanns Grössel. Friedenauer Presse, Berlin (Okt.) 2009 32 Seiten fadengeheftete Broschur 9,50 EUR ISBN 978-3-932109-63-8
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Dienstag, 17. November 2009, 18.00 Uhr
Autorenlesung mit der dänische Schrifstellerin ULRIKKA S.GERNES
In Zusammenarbeit mit der Abteilung für Skandinavistk der Universität Bonn.
Ulrikka S. Gernes wurde 1965 als Kind dänischer Eltern in der sudschwedischen Stadt Angelholm geboren und hat in Schweden auch die Schule besucht.
1985 erschien ihr erster Gedichtband, Natsværmer (Nachtfalter), auf den bis heute neun weitere gefolgt sind, als neuester En aften med Ulrikka S. Gernes (Ein Abend mit Ulrikka S. Gernes), 2005.
In den Jahren nach 1990 hat Ulrikka S. Gernes weite Reisen unternommen. Von Hongkong aus bereiste sie damals Südost- und Zentralasien, Australien und Neuseeland und berichtete für dänische Zeitungen über ihre Erfahrungen. 1998 kehrte sie nach Dänemark zurück und lebt heute mit ihrer Tochter in Kopenhagen.
Außer Gedichten hat Ulrikka S. Gernes Aufsätze, Novellen und zwei Kinderbucher veröffentlicht. Gedichte von ihr sind in mehreren, auch außereuropäischen Sprachen und in Zeitschriften und Anthologien veröffentlicht worden. Auf englisch erschien in Kanada eine Auswahl aus ihren Gedichten 2001 unter dem Titel A Sudden Sky.
Sie hat bei literarischen Veranstaltungen in verschiedenen Ländern aus ihren Texten gelesen, in Deutschland 2002 beim Literatur- und Musikfest ‚Wege durch das Land’ in Schwalenberg und 2004 beim 5. Internationalen Literaturfestival in Bremen.
Ulrikka S. Gernes hat einmal geäußert: „Gedichte sind Tentakel, die ausgreifen, um die Welt wahrzunehmen, in der Welt zu sein, Teil der Welt zu sein.“
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museum kunst palast
Hanns Grössel / Ulrikka
Gernes Mit anschließender Vorführung des Films.
museum kunst palast
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